Absalon von Lund

Absalon

Geboren wurde ich als 7.Kind der Familie, somit waren mir Erbe und Ehre verwehrt, welches sich aber im Laufe meines Lebens noch ändern sollte...

Mein Vater verdiente sein Brot als Kutscher und daher war ich des Öfteren im Gefolge der ehrenwehrten Grafschaft zugegen. Ich sah auf unseren gemeinsamen Reisen viele Ritter, Edelleute und Ihre Frauen. Ich beschloss auch wie sie zu sein, welches auf Grund meines Standes in der Familie und in der Grafschaft absolut unmöglich zu sein schien, aber Gott unser Herr, hatte andere Pläne mit mir.

So rief er meinen Vater, ich war gerade erst 16 Jahr und nur ein einfacher Stallbursche, zu sich in den Himmel (hoffe ich).

Mein Graf, Dietrich I. zu Hohnstein-Sondershausen, erbarmte sich meiner und ließ mich zum Knappen ausbilden. Dies nahm ich dankend an, erhöhte sich doch dadurch die Möglichkeit in den Ritterstand erhoben zu werden. Es folgten viele Jahre der Entbehrungen, Turniergänge, Kämpfe insbesondere mit der Grafschaft Klettenberg und nach dem Tode meines Herrn mit den Grafen zu Schwarzburg.

Doch es gibt nicht nur schlechtes zu Berichten, denn ich lernte in dieser Zeit AnnKattera, die einzige Tochter eines Steinmetzes, kennen.

Wir verliebten uns und ich wollte sie zu meinen Weib machen. Doch dieses war gar nicht so einfach, da ihr Vater sie einem anderen versprochen hatte, welcher von höherem Stand und zudem ein kleines Vermögen besaß. Es folgten also nicht nur Kämpfe mit Pferd und Schwert, nein auch den Kampf mit Worten musste ich irgendwie zu meinem Sieg machen.

Doch es kam wie es kommen musste....

Mein neuer Herr, Heinrich II. Graf zu Hohnstein-Sondershausen , erwarb käuflich von seiner Schwester Sophie die zugleich auch noch die Gemahlin des verstorbenen Grafen Heinrich von Schwarzburg war viele Ländereien sowie auch die Spatenburg.

Auf Grund dieses Erfolges, an dem ich nicht ganz unbeteiligt war, erhob mich mein Herr in den Ritterstand.

Einer Trauung stand dem nichts mehr im Wege, mein Graf gab sein Einverständnis, war ich doch nun Standesgemäß weit über dem eines Steinmetzes. Zudem bezogen wir auch noch Räumlichkeiten in der Spatenburg und konnten dadurch vieles unser Eigen nennen. Aus dieser Ehe entstanden auch zwei Söhne, Nicos der erstgeborene und Simyon das zweite Kind der Familie.

Mein Schwiegervater, mögen wir ihn mal so nennen, war darüber gar nicht erfreut. Er ließ viele böse und unwahre Worte bei meinem Herrn, welches dann zur Folge hatte, dass mich mein Graf einige Jahre später auf einen Kreuzzug schickte um Ludwig IX. König von Frankreich sowie Karl von Anjou und Prinz Eduard I. von England mit Schwert und Bogen zu unterstützen.

Meine Familie wollte ich Daheim in sicheren Mauern wissen, doch mein Weib war anderer Meinung und so nahm ich sie mit...

Viele Gefahren mussten wir gemeinsam bewältigen, doch wir konnten allem trotzen.

Sei es die Eroberung Karthagos sowie die Belagerung von Tunis und die darauf auftretende Seuche, nichts konnte mich davon abbringen Ruhm und Ehre sowie den Schutz meiner Familie zu erlangen.

Nachdem Ludwig IX. an einer Seuche verstarb und einen Tag später sein Bruder Karl von Anjou eintraf, schlossen wir uns seinem Kreuzfahrerheer an.

Doch wir waren zu geschwächt um weiter Tunis zu belagern, also verließ das Heer Ende des Jahres Nordafrika und schloss sich Prinz Eduard I. von England an. Wir erreichten die Kreuzfahrerbastion Akkon und wieder begannen Belagerungen und gewaltige Schlachten, Tripolis, Akkon, Aleppo, jedoch plötzlich und etwas unerwartet hatte dies alles ein Ende.

Es erreichte Prinz Eduard I. die Nachricht über den Tod seines Vaters Heinrich III. welches den Prinzen veranlasste einen 10jährigen Waffenstillstand, mit diesem ungläubigen Namens Baibars, zu vereinbaren. Auch meine Familie und ich waren des ewigen Kämpfens müde und begaben uns wieder in Richtung unserer geliebten Heimat, in der Hoffnung das mein Herr, mich und meine Familie, wieder in seinen Reihen aufnimmt und mir meine Besitztümer zurück gibt.

Auf unserer Heimkehr trafen wir eine Reisegruppe, wir schlossen uns diesem Trupp an um sicher den Weg in unsere Heimat zu finden, als Entlohnung für ihren Schutz boten wir unser im Orient erlangtes Wissen, die Kunst des Bogenschießens sowie des Schwertes an.

 


Absalon